Prof. Dr. Christel Keller-Wentorf am 25.02.2026 verstorben
Am 29.06.2022 haben wir ihren 80. Geburtstag gefeiert. Das Foto zeigt sie mit ihrem Mann Peter. Christel hatte Verwandte und Weggefährten auf den Schwanberg eingeladen.
Am 25.02.2026 ist sie an ihrem Altersruhesitz im schleswig-holsteinischen Seedorf am Schaalsee verstorben. Prof. Klaus Raschzok hat den Lebenslauf verfasst, aus dem ich zitiere: Auf der Website des Aszetik-Instituts finden sich auch die Stationen ihres Berufs und ihrer akademischen Tätigkeiten.
„Christel Keller-Wentorf wurde am 29. Juni 1942 in Hamburg geboren, empfing die Heilige Taufe, wurde konfirmiert und wuchs im Kantoren- und Pfarrhaus ihrer Eltern auf. In der Schulzeit war sie zusammen mit ihrer Schwester bei den christlichen Pfadfindern engagiert. Eine erste Reise mit den Eltern nach Israel 1961 ließ in ihr die Liebe zu Israel wachsen, die sie lebenslang pflegte. Von 1964 bis 1970 studierte sie Evangelische Theologie und Musikwissenschaft in Marburg und Mainz. 1970 legte sie das Erste Theologische Examen in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ab, war von 1970 bis 1972 Vikarin in der Versöhnungsgemeinde Wiesbaden und absolvierte 1972 ein Spezialvikariat bei der Gossner Mission. 1972 schloss sie mit Pfarrer Peter Keller die Ehe. 1973 wurde sie zum Geistlichen Amt ordiniert. …
In ihrem vorzeitig angetretenen Ruhestand widmete sie sich der Arbeit im 1999 von ihr mit gegründeten Evangelischen Exerzitium – Zentrum für geistliche Theologie und geistliche Lebensgestaltung e.V., der 2005 gegründeten Geistlichen Gemeinschaft im Evangelischen Exerzitium und ab 2007 der Tätigkeit des von ihr mit begründeten Instituts für evangelische Aszetik an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau, dessen stellvertretende Direktorin sie war. Sie bereicherte die Lehrtätigkeit des Instituts insbesondere mit ihren Forschungen zur geistlichen Theologie der Alten Kirche und des Mönchtums, pflegte das Gespräch mit den Kommunitäten und geistlichen Gemeinschaften in der Evangelischen Kirche in Deutschland, widmete sich zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer Schwester mit Hingabe der Gründung einer Musikschule für palästinensische Kinder im Westjordanland und betreute den Nachlass ihres 1999 verstorbenen akademischen Lehrers Prof. Dr. Carl Heinz Ratschow in der Universitätsbibliothek Marburg.“
Für uns Geschwister in der geistlichen Gemeinschaft war sie die langjährige erste Vorsitzende und Leiterin. Sie hat die Kurse für christliche Spiritualität und Verantwortung maßgeblich mitgeprägt und uns und die Arbeit des Exerzitiums in treuer Fürbitte getragen. Wir sind ihr dafür sehr dankbar.
Der dreieinige Gott nehme sie in Gnaden an und lasse sie von Angesicht zu Angesicht schauen, was sie anderen als ordinierte Pfarrerin und theologische Lehrerin voller Überzeugung verkündigt hat.



