Pfarrer Dr. Karl-Heinz Michel



Dr. Karl-Heinz Michel, gest. 27.08.2006

Zum Tod von Dr. Karl-Heinz Michel
(Pfarrer der Jesus-Bruderschaft in Kloster Volkenroda, Vorstandsmitglied im Evangelischen Exerzitium )
Für uns völlig unfassbar verstarb am Sonntag, den 27. August 2006, Dr. Karl Heinz Michel. Unsere Gedanken und unsere Gebete galten und gelten seiner Familie, dann aber auch der Jesus-Bruderschaft, die einen mit geistlichen Gaben reich gesegneten Mitbruder und leidenschaftlichen Theologen verliert. Was der Tod Karl Heinz Michels für das Evangelische Exerzitium bedeutet, ermessen wir nicht.
Das Institut für Aszetik an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau, der laufende Kurs und vieles andere hatte er wesentlich vorgedacht und vorangetrieben. Er hatte sich auf vieles gefreut, was er sich für die nächsten Jahre vorgenommen hatte und schreiben wollte. Gottes Wege – sie sind oft schwer zu verstehen. Am Freitagmorgen, bevor Karl Heinz Michel sich plötzlich ins Krankenhaus begeben musste,  legte er die Tageslese aus: Weisheit 4, 7-20 („Wenn aber der Gerechte zu frühzeitig stirbt, so ist er doch in der Ruhe “). "Das wahre graue Haar ist die Einsicht." - Das war sein Herzensanliegen, dass Menschen im biblischen Sinn "Einsicht" gewinnen. Und die tiefste Einsicht war ihm, Jesus Christus zu erkennen und von ihm erkannt zu sein.
"Wir wollen nicht trauern, dass wir ihn verloren haben, sondern dankbar sein, dass wir ihn gehabt haben, ja auch jetzt noch haben, denn wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie und ist nur vorausgegangen."
(Hieronymus 331-420)



Bischof em. Prof. Dr. Zippert

Bischof em. Prof. Christian Zippert verstorben
Er hat unser Exerzitium schon sehr lange begleitet. Als wir mit unserem ersten Kurs beginnen wollten, gehörte er zu einer kleinen Schar von Autoren, die unsere Studienbriefe mitschreiben wollten. So trafen wir uns im Tagungshaus Noth Gottes in der Nähe von Rüdesheim mit ihm und anderen. Bischof Zippert war damals schon „Kontaktbischof“ also der Bischof den die EKD für den Kontakt zu den Kommunitäten und Geistlichen Gemeinschaften abordnet. Er hat diese Aufgabe in einem sehr hohen und wirklich bischöflichen Anspruch wahr genommen, uns besucht und von seinem Leben erzählt. Er war es, der darauf drängte, dass unsere Geistliche Gemeinschaft sich in die Liste der Geistlichen Gemeinschaften der EKD eintragen lassen sollte. Im Januar 2007 referierte er uns am geistlich-theologischen Tag noch selbst über „die geistliche Bedeutung der Ordination“. Am 08.08. 2007 ist er nach schwerer Krankheit in die himmlische Herrlichkeit heimgekehrt. Dankbar, dass wir ihm begegnen durften, ist uns bewusst, dass mit ihm einen wesentlichen Förderer und geistlichen Begleiter verloren haben.