 |
ist eine Einrichtung, in der Menschen, die nach Gott fragen, sich gegenseitig helfen, auf Gott zu hören, das Gehörte denkend zu verantworten und unter den Bedingungen der Gegenwart praktisch zu leben.
Der Ort, das Kloster Volkenroda, zeigt an, daß sich wissenschaftliches Bedenken des Glaubens in ökumenischer Aufgeschlossenheit mit seiner lebensmäßigen Ausübung in Gottesdienst und Alltag verbindet.
In diesem Rahmen ist "Exerzitium" (d.h. "Übung") so zu verstehen, daß das Element des Übens als Anfang und Fortsetzung besonderen Raum einnimmt.
Nicht missverstehen: Wir veranstalten nicht "Exerzitien" - seien es franziskanische, benediktinische oder ignatianische Exerzitien, obwohl wir über Exerzitienerfahrung verfügen. Wir nennen uns Exerzitium (Einzahl), weil der Glaube täglich eingeübt und ausgeübt werden will. Die Alte Kirche nannte dieses Tun "Praxis".
Sie umfasste vor allem: Gebet Lectio (Schriftlesung) Eucharistie Verzicht / Fasten Unterscheidung der Geister/discretio
Wir sind überzeugt: Wenn der Glaube auf diese Weise greifbare Formen annimmt, durchdringt er das persönliche und gemeinschaftliche Leben.
|
 |
|
 |
Inhalte und Ziele Das Evangelische Exerzitium will helfen, die persönliche Berufung des Einzelnen zu entdecken und zu erneuern. Es will dazu beitragen, den Glauben theologisch zu verantworten und für ihn einfache und zeitbezogene Formen zu finden.
Gemeinschaft: Es will in gemeinsamem Bemühen die Bereitschaft vertiefen, mitten in der Welt zu leben und für Gott und den Nächsten verfügbar zu sein.
In seinen Angeboten soll sich das Hören auf die Heilige Schrift, die Erschließung gegenwartsoffener Traditionen, die gottesdienstliche Gestaltung der Tagungen und die bewußte Bezugnahme auf das gesellschaftliche Leben miteinander verbinden.
Bildung der Persönlichkeit: Möglicherweise kommt es auf diesem Weg zur Bildung oder Vertiefung einer christlichen, unangepaßten Persönlichkeit.
|
 |
|